Dieses Wochenende war, wie letztes Jahr auch, wieder ein Stelldichein auf Kasteel Hoensbroek.
Doch einige Dinge sind anders als letztes Jahr. Zum einen haben wir ein wenig aufgerüstet. Meine Gotische Plattenrüstung ist nach fast 7 Monaten warten endlich da.

Meine neue Mittelalter Rüstung Zwar fehlen noch ein paar Teile wie z.B. der zugehörige Schaller oder die Plattenhandschuhe, sonst bin ich aber sehr zufrieden.  Die ersten Beulen ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Der Helm auf dem Foto ist ein Erwerb aus Freienfels welcher der Qualität nach wahrscheinlich länger leben wird als ich.  Doch im Moment freue ich mich einfach, dass die Rüstung da ist und ich beim Schwertkampf nicht nur die Klänge sich treffender Schwerter, sondern auch mal den dumpfen Klang einer getroffenen Rüstung (meiner) hören werde.  Und noch ein Tipp für alle, die vielleicht auch mit dem Gedanken spielen, sich eine Rüstung zu holen: Es ist viel Arbeit, diese so sauber und glänzend zu halten. Nach jedem Einsatz sollte sie von Wasser (Schweiß) oder anderen Dingen (Gras etc.) entfernt werden und ein wenig mit Öl eingerieben werden. Nur so sieht sie nicht aus wie ein Fundstück, das wirklich aus der damaligen Zeit stammte.

Doch zurück zum Thema: Hoensbroek an sich sich ist ein sehr interessantes Schloss bzw. Kasteel wie es in Holland heißt. Umgeben von einem Wassergraben befindet sich im Inneren ein Mittelalterliches Museum. Dieses Jahr hatten wir ein eigenes Boot mitgebracht, um auch ein wenig auf dem Wasser herumzudümpeln. Schwimmen hingegen ist theoretisch möglich, in diesem Wasser kann man sich allerdings vermutlich alle Krankheiten holen, die von Enten jemals übertragen worden sind.

Ein weiterer, recht einzigartiger Punkt an Hoensbroek ist, dass nach dem Ritterturnier ein sogenanntes „Kiddy-Battle“ ausgerufen wird.  Dabei werden alle Kinder an der Stätte aufgefordert, in den Plan zu treten, sich ein Schwert (dargestellt durch Schaumstoffsäbel oder einfache Isolierröhren)  zu nehmen und munter auf den Rittern (ich z.B.) einzuschlagen. Das hört sich nicht unbedingt gefährlich an, aber ich glaube, dass vielleicht ein Bild dazu aussagekräftig genug sein sollte:

Die Horde Kinder
Und wenn so eine Horde Kinder ( 2 Schlachtreihen,  jeweils ca. 50 Kinder + Reserve) auf eine klar in der Unterzahl befindlicher, leicht gerüsteter Ritter trifft ( 20 ) kann man sich das Ausmaß der Zerstörung sicherlich vorstellen.

Wer dabei unter die Kinder gerät und einen solchen Nasalhelm besitzt, für den kann es schon mal eng werden, im wahrsten Sinne des Wortes. Aus diesen Gründen war das Kiddy Battle eines der lustigsten aber auch gefährlichsten Ereignisse der Tage auf dem Kasteel. Und aus diesem Grund sind die Kinder von Hoensbroek auch bekannt als die „Dämonen aus der Hölle).

Ein Höhepunkt letztes Jahr war mein eigener Ritterschlag, dieses Jahr war es der Ritterschlag des Dorian von Thule.
Mit ihm kämpfe ich seit nunmehr 7 Jahren zusammen und entsprechend gefreut habe ich mich über dieses Ereignis.

Zur Feier des Ritterschlages, eines Geburtstages  und aus einem Spaß heraus gab es am Abend dann noch eine sehr lustige, feuchtfröhliche Aktion. Fast jeder kennt das Lied von Otto, in dem er diverse Alkoholische Getränke aufzählt (Wir haben Grund zum Feiern) Auf die Idee, dieses Lied „nachzutrinken“ ist aber anscheinend niemand gekommen. Bis jetzt. Wir haben es getan und sogar ein Video davon aufgenommen. Dieses könnt ihr hier betrachten:

Das waren auch schon wieder die Ereignisse auf dem Kasteel. Für nächstes Jahr stehen die Termine quasi schon fest, und wir werden auch wieder da sein. In diesem Sinne: Wir haben Grund zum Feiern…