Die Kettenrüstung

Die Kettenrüstung ist einer der ältesten Rüstungsformen. Bereits im 3. Jahhundert v. Chr. war die Verflechtung von Metallringen zu einem Schutzpanzer bekannt. Umgangssprachlich als Kettenhemd bezeichnet, besteht das Ringpanzerhemd, so der historische Name, aus mindestens 4 ineinander verflochtenen Metallringen.

jeweils 4 Ringe sind miteinander Verbunden und bilden so das Kettengeflecht

Da es aus purem Metall bestand, kann man sich das Gewicht von bis zu 40Kg zwar vorstellen, was das für den Träger aber für eine Last war, nur kaum. Heutige Kettenhemden, sind meist aus anderen Materialen wie Stahl oder sogar Aluminium, um das Gewicht zu reduzieren. So kommt man auf Gewichte zwischen ca. 2 und 15 Kg. Natürlich gibt es auch noch Kettenhemden aus Eisen, allerdings sind diese meist zu schwer, um damit den ganzen Tag herumlaufen zu können. Aufgrund des Aufwandes (mehrere 10.000 Ringe pro Kettenhemd) waren die Kettenhemden zu jeder Zeit teuer und nur reiche adlige und Ritter konten sie sich als Schutz leisten. Filme, die Schlachten zeigen, in denen 90% des Fußvolkes Kettenhemden tragen, sind demnach historisch nicht korrekt. Dennoch sieht es natürlich besser aus, wenn es viel glänzt und scheppert, weshalb auch beim Mittelalter Schaukampf nur ungern auf Kettenhemden und Metall verzichtet wird.

Eine komplette Kettenrüstung bestand aus mehreren Einzelteilen, die entweder am Körper anlagen (wie das Ringpanzerhemd oder die Brünne) oder mithilfe von Bändern befestigt wurden (Beinlinge und Kettenhandschuhe).

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