Gewänder im Mittelalter, speziell die Gewänder der Frauen, sind recht einfach darzustellen. Denn an der Kleidung der einfachen Magd hat sich im gesamten Mittelalter recht wenig verändert. So waren es Leinen oder Schafswolle aus denen die Kleidung gefertigt wurde. Dabei wurden diese, bei Frauen, recht weit geschnitten, mit ausfallenden Ärmeln. Fest am Platz gehalten wurde das ganze durch ein Schnürung, die vorne, hinten oder an den Seiten angebracht wurde. Zusätzlich diente ein Breiter Gürtel mit eventuellen Verzierungen zur Vervollständigung des Outfits.

Die Farben der Kleider spielten im Mittelalter noch eine größere Rolle. So gaben verschiedene Farben Auskunft über den Stand der jeweiligen Person. Naturfarbene oder braune Leinenstoffe waren für den niederen Stand. Farbenprächtige gefärbte Stoffe konnte sich meist nur niederer Adel und der Mittelstand, sofern vorhanden, leisten. Helles Gelb war ein Anzeichen für die Damen der Freudenhäuser, damit sie und ihre Abscihten sofort zu erkennen waren.

Zeitgenössische Zeichnung

Zeitgenössische Zeichnung

Im Adelsbereich ging die Vielfalt da schon weiter auseinander. Das Färben des Gewandes mit z.B. der Farbe der Purpur Schnecke, war im Hochadel nicht unüblich. Für alle niederen Standes wäre diese Farbe viel zu teuer gewesen. Weiterhin wurde viel feinere Stoffe wie Seide oder Samt benutzt. Dazu kamen noch Verzierungen aus Gold oder Silber, um dem Stand gerecht zu werden.

Das schwierigste für den Einstieg heutzutage ist das Schuhwerk. Nicht weil es so schwierig zu bekommen ist, meist schreckt der Preis ab. Denn für ein paar authentische Schuhe können durchaus 150 der Taler fällig sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass es dabei durchaus Unterschiede in der Qualität gibt. Daher sollte man sich genau informieren, einfach mal herum fragen und gegebenenfalls ein paar Taler mehr ausgeben, um ein nachher komplett authentisches Gewand zu erhalten, das auch mehr als einen Regen übersteht.

Die Auswhal ist Groß. Der Heutige Preis meistens auch

Die Auswahl ist Groß. Der heutige Preis meistens auch

Als letztes muss man sich überlegen, was man darstellen möchte. Die Frau eines Ritters sollte entsprechend gekleidet sein. Denn wer damals Schwert und Rüstung führte hatte auch genug der Goldstücke um seine Frau entsprechend auszustatten. Für den Einstieg in das Mittelalter reicht aber ein einfaches Mittelalter Gewand. Man möchte sich ja auch erst einmal zurecht finden. Steigt man aber tiefer in die Materie sollte man sich auch entsprechend Gewanden. Denn auch im Mittelalter hieß es: Kleider machen Leute.